Der Traum vom eigenem Hund:

 

Seit ich klein bin, ist ein eigener Hund schon immer mein Traum gewesen.

Er würde mich begleiten, für mich da sein und einen besten Freund darstellen. 

Dann war es soweit; nach langem Warten wurde der Traum wahr.

Matti zog ein.

Der kleine Deutschkurzhaar - Münsterländer Mix war damals erst 13 Wochen alt und super niedlich.

Natürlich war klar, dass dies eine sehr anspruchsvolle Rassenkombination ist und bei meinem ersten

eigenen Hund wollte ich natürlich alles richtig machen.

 

Perfekt also, dass Claudia, die Mutter einer guten Freundin, Hundetrainerin ist. 

Ihre Hunde kannte ich schon lange, wusste aber weder etwas über ihr Training

noch was das Stop-Konzept wirklich bedeutete.

Nach dem ersten Termin, wo wir über Matti und das Training sprachen, gefiel mir die Vorstellung

einen Hund ohne den Einfluss von Futter, sondern durch konstantes Verhalten und

aufrichtige Anerkennung auf die richtige Bahn zu lenken. 

Die ersten Trainingseinheiten danach im Wald waren sehr aufregend und es war

anfangs ziemlich viel, was man verarbeiten und beachten musste.

Matti war sehr quirlig und tapsig, aber er machte seine Sache gut.

 

Es vergingen Monate voller schöner Momente, konstanten Trainings und auch mal Enttäuschung;

denn Matti war schließlich ein junger, verspielter Hund, der noch viel lernen musste.

Das Training mit ihm und Claudia brachte mich oft zum nachdenken über mein eigenes Verhalten,

denn das war es, was ich ändern musste, um meinem Hund eine gute Führung darstellen zu können.

Denn ist erster Linie ist Hundetraining Menschentraining. 

 

Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich diesen Text verfasse, ist Matti bald ein Jahr alt und wir sind

mit dem Training schon sehr sehr weit. Ich habe das Konzept super verinnerlicht und kann

jetzt auch Situation abschätzen und souverän auf sie reagieren. 

 

Wie jeder hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, zu verstehen, worum es geht, um Matti

eine gute Darstellung zu ermöglichen, aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt. 

Den Erfolg den ich bei Matti sehe und ernten kann, ist mehr als erstaunlich.

Er hat gelernt, selber über sein Verhalten nachzudenken und sich in Situationen selbst einzubringen.

Er ist aufmerksam und unsere gemeinsamen Spaziergänge sind entspannt und immer voller Freude. 

Natürlich haben er und auch ich mal einen schlechten Tag, aber so ist das nun mal.

Keiner ist von Anfang an perfekt...

 

Jedem, der über eine Alternative gegenüber einer normalen Hundeschule nachdenkt,

kann ich dieses Training zusammen mit Claudia nur ans Herz legen.